Dez 18 2009

Der USA Import ist ein wichtiger Konjunkturparameter

Eine wichtige Kenngröße im internationalen Wirtschaftsleben ist der USA Import. Schwächelt er, geht es vielen Volkswirtschaften auf der Welt nicht so gut. Ist er stark, brummt die Weltkonjunktur.

Findige Kaufleute und Manager in den USA hatten es als Erste erkannt: Waren zu handeln ist am profitabelsten, wenn der Einkaufspreis möglichst niedrig ist. Früh entdeckten sie die Arbeitskräftepotenziale, die Asien bereithält. Als China sich nach der jahrzehntelangen wirtschaftlichen und politischen Isolation dem Ausland öffnete, konnte schon bald in chinesischen Sonderwirtschaftszonen, bald aber auch im ganzen Land produziert werden. China wurde zur Werkbank der Welt, aber auch Indien, Bangladesch, Kambodscha und Vietnam entwickelten leistungsstarke Produktionsbetriebe, aus denen der USA Import viele Waren bezog.

Doch nicht nur die Werkstätten aus Fernost schauen gebannt auf den amerikanischen Markt. Auch die internationalen Autobauer, allen voran die Japaner, Franzosen und Deutschen beobachten interessiert die Entwicklung der Verkaufszahlen auf dem US-amerikanischen Markt. Denn gespeist durch eine große Zuversicht in die Entwicklung der USA und in ein großzügiges Kreditsystem, konsumieren die amerikanischen Verbraucher vieles auf Kredit. Erst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat dieses Verbraucherverhalten und die Kreditvergabepraxis der amerikanischen Bank einen Dämpfer erhalten. Damit aber auch die Konsumparameter des nordamerikanischen Marktes mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Volkswirtschaften vieler Länder der Welt.

Die Kaufzurückhaltung des amerikanischen Marktes bekommt der deutsche Hersteller von Luxuskarossen genauso zu spüren wie die chinesische Textilfabrik, die Jeans für den Weltmarkt herstellt. Zwar war die Leistungsbilanz der USA auch schon in den 1990er Jahren negativ, weil viel mehr Waren ein- als ausgeführt wurden, doch selbst eine Kampagne "kaufe amerikanisch" konnte die Verbraucher in den USA nicht entscheidend dazu bewegen, den USA Import zu meiden und auf heimische Produkte umzusteigen. Selbst US-amerikanische Produktklassiker des Textilien- und Schuhmarktes werden heute in Südostasien produziert.

Den amerikanischen Importen stehen Exporte in Hightech-Bereichen gegenüber. Vor allem die Entwicklungen des Computers und des Internets werden von den USA vorangetrieben, auch die Medizintechnik hat einen sehr hohen Standard.

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